Historie

 

 

Unsere Wurzeln reichen tief – entdecken Sie die bewegte Geschichte unseres Vereins und seiner Mitglieder.

Verwurzelt in Geschichte
 –
 die Gartenfreunde am Straßdorfer Berg

Wenn wir heute durch die gepflegten Wege des Vereins der Gartenfreunde Straßdorfer Berg e.V. gehen, begegnen wir nicht nur Blumen, Bäumen und Gärten – wir begegnen Geschichte.

Wie alles begann!

Diese Geschichte beginnt lange bevor es den Verein überhaupt gab. Auf der sogenannten Rappenwiese, einer fruchtbaren Fläche vor den Toren von Schwäbisch Gmünd, arbeiteten schon vor Jahrhunderten Menschen auf dem Land.

Frühe Nutzung der Rappenwiese

Bereits in früherer Zeit wurde die Rappenwiese landwirtschaftlich genutzt. Ein überlieferter Kaufvertrag aus dem Landesarchiv Baden-Württemberg belegt, dass städtische Amtsträger – darunter der Oberstättmeister Leonhard Thoma sowie die Unteramtsstättmeister Johann Jehlen und Georg Schedel  – am 24.Juni 1687 zwei Tagwerk Wiesen an den Gmünder Bürger und Müller Jakob Keller für 300 Gulden verkauften. Dies verdeutlicht die Bedeutung der Fläche als wirtschaftlich genutztes Wiesengelände im Besitz beziehungsweise unter Verwaltung der Stadt.

Entstehung der Gärten (1804 - 1934 )

Im 19. Jahrhundert begannen Bürgerinnen und Bürger, auf der Rappenwiese kleine Gartenstücke zu bewirtschaften. 

Es waren keine organisierten Anlagen, sondern einfache Gärten (einzelne, individuell bewirtschaftete Parzellen) – Orte der Selbstversorgung, der Ruhe und des persönlichen Rückzugs. 

Hier wurde nicht nur Gemüse angebaut, sondern auch ein Stück Lebensqualität geschaffen.

Vom Gartenland zur organisierten Gemeinschaft

Erst im Jahr 1944 fanden sich die Gärtnerinnen und Gärtner in einer Gemeinschaft zusammen. Unter dem Namen „Gartenfreunde Rappenwiese“ entstand ein Verein, getragen von Zusammenhalt, gegenseitiger Hilfe und der Freude an der Natur.

 

Die Eintragung als eingetragener Verein (e.V.) erfolgte – wie bei vielen älteren Vereinen – erst zu einem späteren Zeitpunkt. Im Falle unseres Vereins war das im Jahr 1999.  Die rechtliche Grundlage für eingetragene Vereine besteht in Deutschland seit Inkrafttreten des Bürgerlichen Gesetzbuches im Jahr 1900.

Standortverlagerung

Doch die Geschichte des Vereins ist auch eine Geschichte des Aufbruchs und der Veränderung.

 Mehrfach mussten die Gärten weichen, wurden verlegt, neu aufgebaut. 

 

Vom ersten Standort nahe der Zeiselbergstraße über die Flächen bei Gutenbergstraße, Weißensteiner Straße und Mozartstraße bis hin zum heutigen Zuhause am Straßdorfer Berg: Immer wieder begann man von Neuem.

 

Die früheren Flächen wurden im Zuge der städtebaulichen Entwicklung mit Wohnhäusern überbaut.

Ausblick früher

 

Standort: 

Straßdorfer Berg

Was verloren ging, wurde andernorts mit umso mehr Engagement wieder aufgebaut. 

Lauben wurden versetzt, Beete neu angelegt, Gemeinschaft neu gelebt.

 

Erst mit dem Inkrafttreten des Bundeskleingartengesetzes im Jahr 1983 erhielten Kleingärtner einen verlässlichen Schutz. 

Was zuvor oft unsicher war, bekam nun Bestand. Doch der eigentliche Halt des Vereins lag schon immer in seinen Menschen.

 

Bis heute ist die Erinnerung an die Rappenwiese lebendig. 

Sie ist mehr als ein Ort – sie ist Ursprung, Identität und gemeinsames Gedächtnis.

 

So stehen die Gartenfreunde am Straßdorfer Berg nicht nur für gepflegte Parzellen, sondern für gelebte Tradition, für Gemeinschaft über Generationen hinweg – und für die tiefe Verwurzelung in der Geschichte ihrer Stadt.

Fußnoten

  • Landesarchiv Baden-Württemberg: Kaufvertrag über den Verkauf von zwei Tagwerk Wiesen auf der Rappenwiese (Abschrift, Papier).
  • Stadtarchiv Schwäbisch Gmünd: Unterlagen zu den Kleingärten Rappenwiese (1805–1934).
  • Vereinsüberlieferung: Gründung der organisierten Gartenanlage im Jahr 1944.
  • Zeitzeugenberichte ehemaliger Mitglieder des Vereins Gartenfreunde Straßdorfer Berg e.V.
  • Bundeskleingartengesetz, in Kraft seit 1983.
  • Zeitungsfoto Ausblick früher: Rems-Zeitung
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